(12.04.2012, 05:39)Mr. Speed schrieb: Full quote von Kai's Beitrag entfernt
Wie Winnie schon schrieb oben , könnte es auch am Federbeinen liegen. Die meinte ich natürlich auch und nicht die Dämpfer, sorry. Wobei man Dämpfer ja nur im Stand prüft und nicht wärend des Fahrens
Hallo Marko,
wie prüfe ich denn dann das Federbein?
Gruß,
Kai
(12.04.2012, 15:32)Tux schrieb: Hallo Kai
Sehr übersichtliche und detailreiche Erläuterung der Geschichte.Das hilft uns Dir zu helfen.
Tausch doch mal die Räder von Links nach rechts ! Ist zwar theoretisch unmöglich bei laufrichtungsgebundenen Profilen, hat aber einen Hintergrund der weiter unten erläutert wird.
Ich kann Dir was die Reifen in Zusammehang mit dem einseitigen ziehen betrifft folgende Hintergrund-Informationen geben
Zitat:Konizität
Durch Herstellertoleranzen kann es am Reifen zu Konizität im Aufbau kommen. Dadurch entsteht beim Abrollen des Reifens eine Seitenkraft, die direkt auf die Radaufhängung einwirkt und so zum Eigenlenkverhalten des Fahrzeuges führen kann. Durch gezieltes Tauschen der Räder können Sie dieses Eigenlenkverhalten ausgleichen.
Konizität wird durch einen geringen Versatz der Lauffläche und/oder des Gürtels um wenige zehntel Millimeter zur geometrischen Reifenmitte verursacht. Konizität ist optisch nicht sichtbar und mit Werkstattmitteln nicht messbar.
Durch den Versatz kommt es zu unterschiedlichen Steifigkeiten an der Innen- und Außenschulter des Reifens, dies führt zu unterschiedlichen Radaufstandskräften. Dadurch wird der Gürtel/ die Lauffläche nicht mit gleichmäßiger Kraft (F1, F2) auf die Fahrbahn gedrückt. Es entsteht ein Konus. Die sich daraus ergebende Kraft (Konizitätskraft Fk) kann in Abhängigkeit der Geschwindigkeit so groß werden, dass das Fahrzeug einseitig zieht.
Weil am Reifen die Richtung, in die die Konizitätskraft wirkt, nicht sichtbar ist, kann nur durch Probefahrten und gezielten Räder-, bzw. Reifentausch festgestellt werden, welcher Reifen das Schiefziehen verursacht.
Einseitiges Ziehen an der Vorderachse:
Die Ursachen für einseitiges Ziehen können am Fahrwerk liegen. Erfahrungsgemäß verursachen aber in über 90 % der Beanstandungen die Reifen das einseitige Ziehen.
Einseitiges Ziehen bei normaler Fahrweise:
Das Fahrzeug hat auf gerader, ebener Fahrbahn, bei konstanter Fahrt oder mäßiger Beschleunigung den Drang, nach einer Seite zu ziehen. Dabei ist am Lenkrad eine Kraft spürbar.
Viel Glück
Tux
Hallo Tux,
ja, die Strukturiertheit des Vortrags war mir wichtig

Verstehe ich es richtig, dass ordnungsgemäßes Wuchten an der "Konizität" nix ändert?
Einen Tausch vorne-hinten habe ich ja bereits durchgeführt, einen Tausch rechts-links noch nicht. Und ja, die Winterschlappen sind laufrichtungsgebunden.
Mein nächster Versuch wird sein, an der Vorderachse zwei der alten Sommerräder aufzuziehen. Voraussichtlich am morgigen Freitag. Da von den Sommerrädern nur noch drei "leben", kann ich ENTWEDER (1) die beiden hinteren (mit fast abgefahrenen Contis) verwenden ODER (2) die beiden (ehemals) linken (den bisherigen VornLinks am alten Platz und den bisherigen HintenLinks nun VornRechts.
Im Fall (1) würde ich denjenigen mitverwenden, der ohne sichtbaren Schaden auch über die Bordsteinkante rübber ist, im Fall (2) unterschiedliche Reifenmodelle (beide 225/45-17) an einer Achse, davon einen mit geänderter Laufrichtung. Ich vermute, Fall (1) wäre das kleinere Problem oder?
ÜBRIGENS:
Das Ausmaß des Nach-Rechts-Ziehens war mit dem kurzzeiig genutzten Notrad etwa ähnlich. Ist dies bei Noträdern immer so oder könnte dies ein Indiz sein, dass es doch nicht an den momentan verwendeten ollen Winterreifen liegt?
Grüße,
Kai
Nachtrag zu meinem Beitrag von eben (Editieren geht entgegen der Fehlermeldung auch nicht weniger als zehn Minuten nach Erstellen des Beitrags):
Tux schrieb:
"Einseitiges Ziehen an der Vorderachse:
Die Ursachen für einseitiges Ziehen können am Fahrwerk liegen. Erfahrungsgemäß verursachen aber in über 90 % der Beanstandungen die Reifen das einseitige Ziehen.
Einseitiges Ziehen bei normaler Fahrweise:
Das Fahrzeug hat auf gerader, ebener Fahrbahn, bei konstanter Fahrt oder mäßiger Beschleunigung den Drang, nach einer Seite zu ziehen. Dabei ist am Lenkrad eine Kraft spürbar.
Zitat Ende.
Bei mir ist es so, dass ich das Lenkrad zum Geradeaus-Fahren gefühlt immer mit der linken Hand etwas festhalten muss, damit es sich nicht von selbst etwas nach rechts dreht. Dies wäre dann die normale Mittellage der Lenkradstellung. Beim "richtigen" Geraudeausfahren steht das Lenkrad minimal etwas nach links gedreht (grob geschätzt vielleicht 5-7 Grad).
Ist dies die von Tux beschriebene im Lenkrad spürbare Kraft?
Fühlt sich so "the dark side of the force" an?
Kai

(12.04.2012, 15:52)hjhimm schrieb: Hallo,
ich erinnere mich an ein ähnliches Phänomen vor Uuuuurzeiten.
Ein fast neuer Reifen wurde beschädigt und gegen ein baugleiches Produkt ausgetauscht, danach gab es auch das beschriebene einseitige Ziehen. Alle üblichen Maßnahmen halfen nicht. Erst später machte mich jemand darauf aufmerksam, dass die Produktionsdaten verschieden waren. Ein Wechsel der Vorderreifen nach hinten und umgekehrt löste das Problem nachhaltig.
Kannst du mal den gesamten Rädersatz mit jemandem tauschen?
Gruß, Hans-Jörg
Hallo Hans-Jörg,
der Wechsel der Vorderreifen nach hinten und umgekehrt wurde bereits vorgenommen und hat leider nix gebracht. Leider.....
Falls irgendjemand zwischen 55543 Bad Kreuznach, Bingen, Ingelheim, Mainz, Wiesbaden und
60486 Frankfurt am Main einen kompletten Radsatz zwecks befristeten Tauschs leihweise zur Verfügung hat.....
Gruß,
Kai
Nochwas:
Beim Lenkrad ist mir noch aufgefallen, dass es (ausschließlich) vertikal a bisserl wackelig ist und Spiel hat. In horizontaler Richtung wackelt gar nix.
Ist mir erst nach dem "Vorfall" aufgefallen.
Und vor dem "Vorfall" lief der Wagen iin jeder Hinsicht wie auf Schienen. Geradeaus wie auch in Kurven.
Grüße,
Kai