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Zunächst möchte ich darauf hinweisen dass ich persönlich die "Ölfrage" nicht als Gretchenfrage sehen möchte sondern als persönliche Glaubenssache einschätze die zwar vielleicht diskutiert, niemals aber verurteilt werden sollte.
Du führst immer wieder an dass auch niederviskose Mehrbereichsöle bei hohen Temperaturen teilweise höhere Viskositäten aufweisen können als hochviskose Öle. Das stimmt bei einigen Ölen, zumindest im Neuzustand.
Auch ich bin ein überzeugter Verfechter der These dass einem alten Motor ein etwas dickeres Öl nur guttun kann. Ich persönlich hatte zum Beispiel mit einem Longlifeöl 5W30 (stand damals grad rum) massive Probleme mit Hydro-Klappern bei Betriebswarmem Motor.
Das Spiel in allen Lagern nimmt mit zunehmender Laufleistung natürlich auch zu. Um einen kapitalen Lagerschaden zu vermeiden sollte sich zwischen Kurbelwelle und Lager beispielsweise stets ein dynamischer Ölfilm erhalten (dieser hat nichts mit der vielgepriesenen Scherstabilität zu tun). Der Ölfilm wird durch lokalen Druck aufrechterhalten. Einem "etwas" dickeren Öl fällt es in meinen Augen leichter unter Druck gestellt zu werden.
Aber nun zum Thema: Um dünnen Ölen bessere viskositätseigentschaften bei höheren Temperaturen zu ermöglichen werden sogenannten VI-Improver eingesetzt. Diese sind synthetische Additive die dafür sorgen dass sich die Viskositätseigenschaften über der Temperatur nicht mehr so stark ändern => die Kurve im Vi-T Diagramm wird flacher.
Wie alle Additive können auch diese VI-Improver ganz hervorragend verbrennen, womit ein dünnes Mehrbereichsmotorenöl seine Eigenschaften bei heißem Motor mit zunehmender Ölalterung verliert.
Aus diesem Grund wurden die Longlifeöle z.B. so konzipiert dass sie ca. 0,5 l/1000 km verbrennen. Durch diesen Hohen Ölverbrauch wird viel frisches Öl nachgefüllt und damit frische Additive, deshalb dürfen die Leute länger damit rumfahren.
So, das ist alles was ich während der Arbeit kurz nebenher schreiben kann, ich hoffe damit ausreichend auf deine Argumente eingegangen zu sein. Mehr gerne auf Nachfrage, falls wir uns noch über Ölalterung, Antioxidantien, Dispergatoren, Dertergentien oder sonst nen Kram unterhalten sollten.
Gruß
Tille
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22.10.2010, 12:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.10.2010, 12:57 von Lord of the Rings.)
(22.10.2010, 08:30)bassboss schrieb: Ach ja, auch von mir mal bezüglich der Vergleichbarkeit zwei Liquimoly-Öle im Vergleich und die Dinge, die einem gleich ins Auge stechen:
zuerst das LM Synthoil High Tech SAE 5W-40 (soll gleich dem Meguin-Öl sein:
Viskosität bei +100°C : 14,1 mm2/s DIN 51562
Dann das aud gleichem HAus stammende Touring High Tech SAE 15W-40:
Viskosität bei +100° C : 14,0 mm²/s DIN 51562
So, nun noch die Daten zum Mobil1 0W40:
mm²/s bei 100ºC 14,3
Gruß
Sascha
Moin moin,
ich lese ja gerne und auch genau, allerdings fallen bei mir Meßwertunterschiede von 14,1; 14,2; 14,3 in den Toleranz-/Fehlerbereich der Messung und ich kann wirklich nicht sehen, wo hier jetzt das 0W-40 Vollsynthetiköl besser sein soll, als die beiden anderen von dir genannten Öle.
Gruß aus Fuzhou
Michael
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Hallo Michael,
mit der Aufzählung der Werte wollte ich Dir nur zeigen, dass ein 40er Öl bei heißer Temperatur immer (zumindest ca.) den gleichen Wert hat. Das war schon Sinn der Sache...
Weil jemand geschrieben hat, dass die dünnen Öle verbrennen würden. Die sind aber halt alle gleich dick bei gleich hoher Temperatur. Also ist schonmal ein "Märchen" der bösen Wasseröle widerlegt. Das wollte ich zeige mit den Datenblättern.
@Tille:
Geht doch bitte mal von den Longlifeölen weg hin zum ganz normalen 5W40 . Das sind grundverschiedene Öle. Ein 5W30 Longlifeöl hat in unseren Motoren nix zu suchen! Da stimme ich voll überein. Ich weiß nicht wie ihr darauf kommt... Ich habe nie ein Longlifeöl empfohlen!
Das mit dem höheren Druckaufnahmevermögen scheint mir das interessanteste zu sein. Und genau das würde ich gerne mal wissen ob das stimmt, dass ein dickes Mineralöl ein besseres Druckaufnahmevermögen hat? Nur weil es im kalten Zustand "dicker" ist.
Weil genau hier drehn wir uns im Kreis. Was ist besser? Ein dickes Öl, welches zwar angeblich durch seine Viskosität ein höheres Druckaufnahmevermögen hat, aber im kalten Zustand (und genau hier ist es wichtig, da hier der meiste Verschleiß/Reibung auftritt) so dick ist, dass es "ewig" dauert bis es dort ist wo es gebraucht wird. Oder doch lieber ein im kalten Zustand dünneres Vollsynthetiköl, welches angeblich weniger Druck verträgt, aber "blitzschnell" an Ort und Stelle (Lager) ist?
Denn genau das ist nämlich auch ein Hauptgrund von Lagerschäden...
Die Viskositätsverbesserer sind natürlich Additive, die sich abbauen. Aber in welchem Zeitraum bzw. Ölwechselintervall?
Aber logisch gesehen muss doch ein Mineralöl schon von vornerein viel stärker ausdünnen im Neu wie auch im "gebrauchten" Zustand, da dies durch die Eigenschaften des Grundöls schon vorgegeben ist. Sprich ein Mineralöl dünnt schon im Neuzustand viel stärker aus bei heißen Öltemperaturen als ein Vollsynthetiköl, welches schon einen Teil seiner Vi-Verbesserer verbraucht hat. Dies habe ich in sinngemäßer Form vor einiger Zeit von einem Mitarbeiter der Firma Fuchs erklärt bekommen. Ist ein sehr guter Bekannter unserer Familie. Er lachte damals nur, als ich ihn auf dieses Thema ansprach und fragte mich, wieviel Zeit ich hätte, mich mit ihm zu unterhalten
Schöne Fachausdrücke kennst Du  Aber Du kannst auch gerne deutsche Bezeichnungen verwenden, damit auch Leute das verstehn die sich nur sehr selten mit dem Thema Motoröl befassen.
Grob gesagt sind es alles Additive, die in unterschiedlichster Form und Konzentration den verschiedenen Ölen hinzugemischt werden und z.B. dafür sorgen, dass sich keine Luftblasen/Schaum im Öl bilden, der Schmutz in der Schwebe gehalten wird oder die Reinigungswirkung beschreiben. Mal ganz salopp gesagt  .
Und genau diese Stoffe machen die verschiedenen Ölsorten verschiedener Hersteller aus.
Gruß
Sascha
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(22.10.2010, 10:33)bassboss schrieb: Ich kann gut mit Kritik umgehn,...
...
Erklärts mir doch einfach! Was ist daran so schwer?....Du redest auch nur um den heißen Brei herum.
Sowas erinnert mich irgendwie an das letzte Wochenende
semu
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Nun ich denke wenn wir eines gelernt haben dann dass wir unterschiedlicher Meinung sind. Ich für meinen Teil bin damit mehr als Zufrieden.
In diesem Sinne
Prost, schönen abend noch.
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(22.10.2010, 10:33)bassboss schrieb: Ich kann gut mit Kritik umgehn, keine Angst Sonst würde ich ja gar nichts mehr schreiben sondern beleidigt in der Ecke sitzen
Moin
Um eines klarzustellen - Ich fühle mich durch da obige irgendwie angesprochen - zur info - Ich bin bestimmt nicht beleidigt  - eher erfreut wegen der Beiträge von Tille und Michael
Aber was ich so garnicht verstehe  ist weshalb hier Sascha überhaupt hochgeht nur weil ich auf die Schmutzlöseeigenschaften und deren Folge hinweise (und mich als Mineralölfahrer oute  ) zumal er nicht einmal meinen Link gesichtet hat.
Ich sehe diese Diskussion von meiner Seite als sinnlos an da hier von Saschas Seite zurzeit für mich eine Meinungsmauer steht und ausserdem ist sie völlig OT , also vom Diskussionsthema wegführt.
Um die Ölfrage zu klären wäre es nur fair diesen Öldruck - Problemthread nicht weiter zu verunstalten und wenn Interesse besteht einen freundlichen - faktenbasierenden eigenen Ölthread zu starten..Ich hätte da auch Interesse dran und auch einiges an Argumenten und Erfahrungen die ich gerne teilen würde - aber bitte wie immer hier im Forum freundlich und informativ dann kommt da auch was bei rum..
Im MT lesen erspare ich mir
Grüsse
Sönke
Grüsse von ClusteriX
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Hallo Sönke,
will Dich bestimmt net persönlich angreifen, ehrlich...
Aber Du sprichst von Meinungsmauer... Hm, was ist denn die Meinung der Mineralölfahrer?
Ich hab oben einige ernst gemeinte Fragen gestellt, aber bekomme keine Antworten außer: "das wurd schon immer so gemacht, also bleibts so, basta...!"
Weißt was ich mein? Ich geh net hoch, aber bin echt verwundert, da diese Meinung hier bezüglich des Öls das einzige Forum ist, in dem diese negative Meinung gegenüber modernen Ölen bei den älteren Motoren herrscht.
Ein User in einem anderen Forum hat nen treffenderen Spruch gebracht: Es ist als wenn ein Arzt immer nur die alten Medikamente verschreiben würde, die er aus Zeiten seines Studiums kennt... Egal obs heute viel bessere und wirksamere gibt!
Außerdem hats sehr wohl auch mit dem Thema zu tun, da auch das Öl etwas mit dem Öldruck zu tun hat.
Gruß
Sascha
P.s.: ich warte immer noch auf ne plausible Antwort zu meinen Vermutungen weiter oben, aber irgendwie denke ich, da kommt nichts mehr...
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Ich muss sagen, ich freue mich über das Thema hier (oder auch woanders, wenn ihr dafür ein eigenes aufmachen wollt). Ich kannte mich bisher sogut wie gar nicht aus. Bin zwar jetzt auch nicht viiiiel schlauer  , aber zumindest weiß ich, da muss ich mich noch etwas einlesen, zumal der Ölwechsel bald ansteht (sind nur noch 125 km bis zur 150.000 Marke und somit zur Inspektion). Und ich will neben den anderen "Oldies" auch Sascha dafür danken, dass er eine abweichende (und wohl doch recht verbreitete Meinung) mit reinbringt, selbst wenn er hier bisher wenig Unterstützung erhält. Will ich mal als Motivationsschub erwähnen, egal wer nun Recht hat (wenn überhaupt jemand  ).
Und wenn wir schon beim Öl sind - leider etwas offtopic: Heute durfte ich feststellen, dass mein Motor leider doch nicht so dicht ist wie gedacht, es kommt einiges an Öl heraus, auch wenn der von der Werkstatt, dem ich das in Panik gezeigt habe, nur meinte: Das wäre nicht so tragisch, wäre nur irgendeine Dichtung, die nicht zuuu teuer ist. Und in der Nähe der Zylinderkopfdichtung schwitzt es wohl ein wenig, nicht so schlimm. Naja, hab wohl ein echtes Sahnestück erwischt. Toll! Da werd ich bestimmt noch einiges vom Hartverdienten reinstecken müssen. Lustigerweise geht die Kupplung nun von selbst besser...Wozu war ich überhaupt beim Typ vom TÜV?
Gute Nacht
Kay
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ui, das ist ja ausgeufert 
@Sascha
Nur weil die NG´s bis in die 90er gebaut worden sind, heisst das doch nicht, dass sie nicht vor über 30 Jahren entwickelt worden sind- und darauf muss man ja nun schauen.
Dass die Hersteller heute kein Öl mit nur der damals nötigen Norm anbieten ist logisch. Es wäre viel zu billig, sie würden nichts dran verdienen und der Absatzmarkt wäre viel zu klein. Also empfehlen sie logischerweise welche aus der schon vorhanden Palette.
und um dich komplett zu verwirren...ich fahr 5W-40 Vollsynthetik
sonnige Grüße aus Oranien-/ Burg, OWE, Gutachter für KFZ Schäden und Bewertung
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(23.10.2010, 18:33)Owe schrieb: ui, das ist ja ausgeufert 
@Sascha
Nur weil die NG´s bis in die 90er gebaut worden sind, heisst das doch nicht, dass sie nicht vor über 30 Jahren entwickelt worden sind- und darauf muss man ja nun schauen.
Endlich mal was mit Hand und Fuss - richtig Owe.
Ich fahre 10W40 in meinem und mache alle 7000 Km einen Wechsel, ich heize nicht und ich bin überzeugt, dass mein NG mit dem Öl mehr als zufrieden ist - am Öl wird der nicht scheitern.
Wie Owe schon schrieb, wir reden hier nicht von einem TFSI oder Ähnliches, sondern von einem alten Fünfzylinder.
Es gibt im Bereich Öl viele Experten aber die ersten Fünfzylinder sind auch mit 15W... weit über 400000 Km gefahren.
Ich denke, jeder sollte das reinkippen, was er für richtig hält, eine gemeinsame Meinuung wird es hier so wie so nicht geben.
Gruß aus dem Siegerland
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