Fahrzeugimport aus der Schweiz - benötige ein paar Tipps
#1
Hallo in die Runde Smile ,

nach längerer Bedenkzeit habe ich mich dazu entschlossen mir einen zweiten Youngtimer, in diesem Fall jedoch als Dailydriver zu zulegen.
Das Objekt der Begierde ist ein Audi Coupé (1996 | ABC | 88k km | erste Hand | Klimaautomatik | Laserrot) und steht in der Schweiz.
Mich hat bisweilen der Zoll und die Steuer abgehalten, jedoch ist das Coupé in einem außerordentlichem Zustand und hat genau dieselbe Farbe
wie mein Cabriolet.

Nun habe ich mich schon mit der Materie auseinandergesetzt und über die Seite des ADAC - Fahrzeug-Import aus EFTA-Staaten (Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein) 
wird eigentlich schon alles gut beschrieben.

Es gibt nun zwei Optionen das Coupé zu holen:

1. Option

Das Coupé mit einem Anhänger holen. Hier würden sich die Kosten wie folgt zusammensetzen:

Kaufpreis + Zollgebühr (wenn unter 6k € dann entfällt die Zollgebühr von 10 % da das Fahrzeug im Ursprungsand, Deutschland produziert worden ist) + Transportkosten ,
anschließend wird auf die Gesamtsumme 19 % Umsatzsteuer erhoben. In DEU kommen natürlich noch die Abnahmekosten hinzu und die Kosten für den Transport, was ein guter Freund von mir in die Hand nehmen würde (aber auch der möchte und soll natürlich entlohnt werden).

2. Option (z.Zt. mein Favorit)

Da ich durch Zufall demnächst in Hamburg bin, würde ich nach Zürich fliegen (Flugticket ist ja günstig, 60 bis 100 €). Mir vor Ort ein zuvor gebuchtes Hotelzimmer für zwei Tage nehmen, mir dann ganz in Ruhe das Coupé anschauen, mit dem Verkäufer zum Straßenverkehrsamt fahren, dass Coupé abmelden und mir die Ausfuhrkennzeichen ((schweizerische Zollkennzeichen ("provisorische Immatrikulation“)) besorgen. Danach auf eigene Achse nach DEU überführen.

Hier würden sich die Kosten wie folgt zusammensetzen:

Kaufpreis + Zollgebühr (wenn unter 6k € dann entfällt die Zollgebühr von 10 % da das Fahrzeug im Ursprungsand, Deutschland produziert worden ist) + anschließend wird auf die Gesamtsumme 19 % Umsatzsteuer erhoben.
Zusätzlich natürlich Flug, Hotel, Abmeldung, Vignette, Ausfuhrkennzeichen inkl. Versicherung, Kurzzeitkennzeichen für DEU (ab Lörrach) und natürlich wieder Abnahmekosten.

Für mich wären Erfahrungen für die 2. Option interessant, also auf was man noch achten sollte, könnte und müsste Lupe .

Viele Ostergrüße
Alex
"You´re ready for an Audi"


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#2
Hallo Alex,

Ich hab heute mal einen Arbeitskollegen, der noch auf eurer Seite des Rheines wohnt, gefragt, wie das so funktioniert mit dem Export von Fahrzeugen aus der Schweiz nach Deutschland als Privatperson.
Er hat das früher sehr oft gemacht, aber er sagt, seit 2013 ist das sehr kompliziert geworden.
Da muss das als Privatperson über eine Spedition laufen, dann dauert das zwei, drei Tage, bis Du das Auto holen kannst und die Spedition will natürlich auch noch daran was verdienen.
An Deiner Stelle würde ich mich mal mit der deutschen Zollbehörde in Verbindung setzen.
Und wenn mich nicht alles täuscht, hatten wir hier auch schon einen Kollegen, der das ganze mit einem permuttweissen Cabrio versucht hat und ziemliche Schwierigkeiten dabei hatte. Vielleicht hilft Dir da die Suche weiter.
Ansonsten wünsche ich viel Erfolg dabei und wenn Du noch weitere Fragen hast, melde Dich ruhig.

Gruss aus Zürich
MDumdididum rtin
Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt ist ein Mensch!!!

[Bild: dn0S8pO7xA73z_s38bD3gs2VXPIyhMjMsyO2E_Hv...-h199-p-no]
Standort: ZH.CH
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Bedankt durch: alex879
#3
Guten Morgen Martin,

danke für deine Antwort. In der Tat ist es ein wenig schwierig. Ich habe mich mit dem deutschen Zoll, Straßenverkehrsamt und dem der schweizerischen Industrie- und Handelskammer auseinander gesetzt. Stand jetzt ist, der Verkäufer meldet das Fahrzeug ab und fährt mir den Wagen (mit mir) mit Händlerkennzeichen zur Grenze. Von meiner Kfz-Zulassungsbehörde bekomme ich gegen Vorlage (reicht Kopie des Fahrzeugausweises) Kurzzeitkennzeichen, muss aber die Vollabnahme sofort auf deutschen Boden machen lassen. In meinem Fall in Bad Säckingen. Vorher muss ich das Fahrzeug noch beim deutschen Zoll anmelden, entweder online oder mit Ausdruck der Anmeldung. Um mir die Zollgebühr (i.H.v. 10 %) zu sparen wollte ich den Präferenznachweis (von der schweizerischen Industrie- und Handelskammer) dementsprechend beim schweizerischen Zoll abstempeln lassen. Jetzt kommt´s aber, dieser Präferenznachweis bescheinigt die Herkunft des Fahrzeugs. In der Theorie kein Problem, ein Fahrzeug welches in Deutschland produziert wurde, wird wieder zurück geführt (importiert). Dazu benötige ich aber einen Herstellernachweis, die AUDI AG verfügt aber über keine Datensätze mehr, da dass Fahrzeug schon 22 Jahre alt ist. Meine Hoffnung ist die FIN, diese gibt ja ebenfalls über den Produktionsort Aufschluss, in diesem Fall "A" für Ingolstadt. Diese ganzen bürokratischen Verwaltungsakte "EU - NICHT-EU" sind schon verzwickt bzw. zeitaufwendig. Na mal sehen, was mich erwartet.

VG
Alex
"You´re ready for an Audi"


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